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Harte Landung - Presse, RezensionenVerlust der GanzheitDer Verlust der Gesundheit ist für uns Menschen ein bedrohliches Szenarium, das mit psychischen und körperlichen Symptomen in Verbindung mit Ängsten einhergeht. Der Autor beschreibt in seinem Buch zwei bezeichnete Systeme im klinischen Alltag. Ist die Ursache der Erkrankung für den Behandler klar erkennbar, lässt man dem Patienten all die zur Verfügung stehenden Kompetenzen in der Behandlung zukommen, wie die Erlebnisse des Autors auf der Intensivstation deutlich machen. In Hinblick auf den Tinnitus wird auf eine Problematik hingewiesen, die im medizinischen System gerne negiert wird. Ist ein Schmerz, in diesem Falle das Geräusch das sich hartnäckig und ungefragt in das Ohr einnistet, in seiner Schmerzintensität nicht messbar und dadurch schwer zuordenbar für ein therapeutisches Schema, zeigt uns dieser Zustand die Grenzen eines Systems auf, das sich auf den Ursprung der Schmerzen und seiner Symptome fixiert und es nicht gewohnt ist, den Menschen in seiner ganzen Komplexität seiner individuellen Leidensgeschichte wahrzunehmen. Das hat der Autor in scharfsinniger Beobachtung erkannt und zur Selbsthilfe gegriffen, in dem er sein Schicksal nicht als Mangel begriff, sondern als eine erweiterte Ich-Erfahrung, das sich in seiner existentiellen Bedrohung öffnet und das Gespräch nach außen sucht und sich im Dialog mit den anderen Betroffenen neu erfährt. Damit hat der Autor für sich selbst einen Weg der Genesung eingeleitet, das unter den Begriff Recovery im Gesundheitssystem immer mehr an Beachtung gewinnt. In dem Satz des Autors, ich will den Klang des Lebens nicht mehr missen, liegt die Annahme und die Bewältigung seines Schicksals. Ursula Neuhauser-Onyejiaka
Ursula Neuhauser-Onyejiaka, DGKS, seit 1979 am A.Ö. Landeskrankenhaus-Universitätskliniken Innsbruck tätig (Univ.-Klinik für Psychosomatische Medizin, Klinische Abteilung für psychosoziale Psychiatrie). 1994 Ausbildung zur Diabetesberaterin, weitere fachspezifische Kenntnisse durch Fortbildungen und Referentin dazu im deutschsprachigen Raum. Schwerpunktthemen: Essstörungen, Borderline Persönlichkeitsstörung, transkulturelle Psychiatrie und Schmerz bei Patientinnen mit Migrationshintergrund (Publikation, VWB-Verlag für Wissenschaft und Bildung, Universität: Witten/Herdecke) Tätigkeit in der Kunstszene: Fotografie
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| Reinhard Kocznar, Innsbruck | ||
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| Bearbeitet im August 2011, Fotografie • Kocznar, Versicherungsmakler • KoCheck Communications | ||