Reinhard Kocznar, Schriftsteller

1999, als Reaktion auf einen Beitrag über die "Lichtesserin" Jasmuheen.

Vor Tagesanbruch
Vor Tagesanbruch
ein Öko-Thriller

Edition KoCheck
476 Seiten, € 16,50
ISBN 978-3-9502628-2-7
November 2008

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Die Spitze des Lichtberges

Wahrscheinlich arbeitet Neuseeland an der Ernährung durch Licht

Vor einigen Tagen erschien im Standard ein Bericht über die Neuseeländerin Jasmuheen, die angeblich, wie ihr nicht ohne Spott bemerktet, seit fünf Jahren von Licht lebt. Wegen dieser Aussage wurde ihr von der dortigen Rationalistenvereinigung ein Preisgeld ausgelobt, wenn sie den Ungläubigen erfolgreich vier Wochen lang etwas vorfasten und dann noch eine Meile weit gehen können würde.

Abgesehen davon, dass diese Wette schwammig formuliert war, man hätte sie ja ihrer Nahrungsquelle berauben und im Dunkeln fasten lassen können - wobei man nie sicher sein konnte, ob dort nicht etwa Champignons wachsen - hätte ich ihr vorschnell das Geld schon zuerkannt, wenn sie es danach noch ohne fremde Hilfe hätte durchzählen können.  

Unseren Job übernommen! 

Dann habe ich euren Job, liebe Redaktion, übernommen und recherchiert. Wie ich nun von Freunden "drüben" erfahren habe, gibt es dort zahlreiche Lichtverehrer- und vermutlich auch VerzehrerInnen. Viele Leute leben dort von kosmischen Quellen, musste ich erfahren. Da fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Wie konnte ich, als ordentlicher Zeitungsleser, der auch den Krebserreger der Woche nie auslässt, wenn er beim Friseur sitzt, die Sache mit dem Ozonloch so lange nicht erkennen? Ist das wirklich Zufall, dass es dort LichtesserInnen und das Ozonloch gibt? Habe ich die Spitze des Lichtberges entdeckt? Lange habe ich das Ozonloch vernachlässigt, weil es ja über uns ist und ich nur Löcher fürchte, in die ich hinein fallen kann. Oberflächlich dachte ich, man wird schneller braun, wenn man nach Neuseeland fährt, warum nützt das der Tourismusverein nicht aus? Damit ist es nun vorbei.

Die Wahrheit beginnt

Die wahre Geschichte fängt aber damit erst an. Wird dort etwas vertuscht, und wenn ja, was genau? Haben die das Ozonloch selbst angefertigt, und wenn ja, wie? Gibt es eine besondere gentechnisch gezüchtete Variante des genügsamsten Tieres der Welt, das nur Löcher frisst, nämlich der Motte? Haben sie eine gentechnische Ozonmotte erfunden? Man müsste im Patentamt nachsehen. Natürlich werden die uns freiwillig nichts erzählen. Sie haben von den Japanern gelernt. Die bauen schwere Motorräder, die im Inland nicht fahren dürfen und nur für den Export sind. Wahrscheinlich arbeitet Neuseeland an der Ernährung durch Licht, damit sie keine Lebensmittel mehr selbst brauchen und alles exportieren können.

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Fahrradfreier Sonntag
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Der teuflische Plan
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Reinhard Kocznar, Innsbruck
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  Bearbeitet im Februar 2010, FotografieKocznar, VersicherungsmaklerKoCheck Communications