REINHARD KOCZNAR

Heißer Sand und ein verlorenes Land


Heißer Sand und ein verlorenes Land und ein Leben in Gefahr
Heißer Sand und die Erinnerung daran dass es einmal schöner war.(2007)

…das war ein Hit aus dem Jahr 1962, gesungen von Mina.

Die Gelbe Seite berichtet über spurlos verschwundenen Wüstensand der Expo, wobei ihr mangels Recherchetätigkeit der wahre Zusammenhang verborgen blieb.

Dar Song war ziemlich prophetisch, denn er trifft einen noch geheimen Plan öffentlicher Institutionen in Österreich voll aufs Auge, den sie gemeinsam mit einer Untergrundorganisation, der nicht demokratisch gewählten und deshalb außerparlamentarischen Opposition "Sozialpartnerschaft", ausgeheckt haben und der demnächst die Sparbemühungen der schwarzblauen Koalition aushebeln wird. Das schien der Geheimen Großloge Sozialpartnerschaft unumgänglich, denn durch die Donnerstagsdemo kriegen sie die Regierung - wie es immer offensichtlicher wird - vor den nächsten Wahlen nicht mehr weg.


Der teuflische Plan scheint gleichwohl gerechtfertigt, denn diese unsoziale Regierung droht ihr Programm der Grausamkeiten (Reduktion der Kosten des Öffentlichen Dienstes, Rütteln an den von der Sozialdemokratischen Partei garantierten Pensionen und dergleichen mehr) ungestraft und ungehindert umzusetzen. Nicht genug dieser Systembrüche, auch an der Großloge bemüht sich diese Regierung mit wachsendem Erfolg Entscheidungen vorbeizuschwindeln, wobei sie die Abstimmungsmaschine Parlament schamlos ausnützt, wozu sie wiederum der irregeleitete Wähler ahnungslos ermächtigt hatte.

Da das ersehnte Licht am Ende des Tunnels in Zeiten wie diesen sich letztendlich als Feuer am Ende des Tunnels entpuppen könnte, war man gezwungen, nicht mehr nur Zeichen, sondern endlich Taten zu setzen. Damit sind wir wieder beim Sand. Er war die Lösung. Da eine wachsende Zahl von Personen glaubt, der öffentliche Dienst wäre zu teuer und am Ende gar nicht voll ausgelastet (nicht zu verwechseln mit "voll ausgeschöpft"), begab man sich auf die Suche nach zusätzlichen Einnahmequellen. Nach langwierigen und komplizierten Verhandlungen war eine solche gefunden.

Man kam überein, die Sahara zu pachten und vom Öffentlichen Dienst verwalten zu lassen. Was dem unbedarften oder gar böswilligen Beobachter wie ein Schildbürgerstreich oder Bürgerferne erscheinen mag, ist gleichwohl des Pudels Kern. Die Folge wäre unausbleiblich, dass nach einigen Monaten der Verwaltung der Sandpreis steigen würde. Wenn der Sand erst einmal einen anständigen Preis hat, dann muss er auch teuer zu verkaufen sein, und bei der unerschöpflichen Rohstoffquelle wäre dann jede Diskussion vom Tisch. Die Sache mit dem verschwundenen Sand ist damit auch klar, er wurde für einen geheimen Pilotversuch in einer Zukunftswerkstätte benötigt, er lag eben nahe, und der Verkäufer spielte mit und gab sich ahnungslos.

Zurück ...

REINHARD KOCZNAR


SCHRIFTSTELLER